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Laufsport
Sabastian Sawe und Yomif Kejelcha schreiben Marathon Geschichte
Im Marathon der Männer beginnt eine neue Zeitrechnung.

Am Sonntag, 26.04.26 in London sind mit Sabastian Sawe und Yomif Kejelcha die ersten beiden Männer in einem regulären Rennen unter zwei Stunden
geblieben.

Diese Marke geistert schon länger durch die Marathon-Szene. Lauf-Legende Eliud Kipchoge (Kenia) gelang es im Jahr 2019, sie „unter Laborbedingungen“ zu durchbrechen. Am Sonntag beim London-Marathon wurde dann die Frage beantwortet, welcher Athlet in einem regulären Rennen erstmals die Zwei-Stunden-Grenze unterbietet und es waren gleich zwei, einer von ihnen ein Debütant.

Um seinen Titel zu verteidigen musste Vorjahressieger Sabastian Sawe (Kenia) in neue Sphären vordringen. Beim Halbmarathon führte er nach 60:29 Minuten eine sechsköpfige Spitzengruppe an. Obwohl der 31-Jährige danach immer schneller wurde, konnte er einen Begleiter nicht abschütteln. Der zweimalige Hallenwelt-
meister über 3.000 Meter Yomif Kejelcha (Äthiopien) hielt auch noch mit, als die Kilometer-Zeiten unter 2:50 Minuten betrugen und ab Kilometer 35 sogar 2:45 Minuten. Und das, obwohl der Äthiopier noch nie zuvor einen Marathon beendet hatte.

Etwas absetzen konnte sich Sabastian Sawe erst mit einer 2:40er-Pace auf den abschließenden beiden Kilometern. Die zweite Rennhälfte spulte er damit in 59:01 Minuten ab und schrieb Marathon-Geschichte.
In 1:59:30 Stunden unterbot der Kenianer den Weltrekord seines bei einem Autounfall verstorbenen Landsmanns Kelvin Kiptum (2:00:35 h) um mehr als eine Minute. Nur elf Sekunden später kam Yomif Kejelcha ins Ziel, nach 1:59:41 Stunden sorgte er damit für eine große, aber knapp nicht die ganz große Sensation.
Als Dritter blieb auch Jacob Kiplimo (Uganda; 2:00:28 h) noch unter der vorherigen Weltrekordmarke.

„Das ist ein Tag, der in Erinnerung bleiben wird“, sagte Sabastian Sawe nach seinem Weltrekordlauf. „Ich dachte mir, dass ich vielleicht Weltrekord rennen muss, um zu gewinnen. Ich war entsprechend sehr gut vorbereitet und hatte auch die Zwei-Stunden-Barriere im Blick. Yomif war sehr stark - er hat dafür gesorgt, dass ich unter zwei Stunden gelaufen bin.“

Amanal Petros geht schnell an und kämpft sich dann durch
Amos Kipruto (Kenia; 2:01:39 h) und Tamirat Tola (2:02:59 h) folgten auf den Plätzen vier und fünf ebenfalls noch mit absoluten Spitzenzeiten. Vize-Weltmeister Amanal Petros (Hannover 96) ging das Rennen mit 61:16 Minuten bei Halbmarathon nicht ganz so schnell an wie die späteren Rekordläufer, hatte damit aber dennoch den angepeilten Europarekord (2:03:36 h) im Visier.

Dieses Tempo konnte der deutsche Rekordler aber nicht halten und wurde auf der zweiten Streckenhälfte immer langsamer. Dennoch gab der 30-Jährige das Rennen nicht auf und kämpfte sich nach 2:08:31 Stunden als 15. ins Ziel.

BILD: TCS London Marathon