Was war das am 21.05.26 für ein hammerenges Spiel zwischen dem SC Magdeburg und der SG Flensburg-Handewitt. Die Gäste schnupperten lange am Auswärtssieg, am Ende aber holte das Wiegert-Team in letzter Sekunde sogar noch den Sieg.
Der SC Magdeburg ist Deutscher Handball-Meister. Das Team von Trainer Bennet Wiegert setzte sich im Topspiel gegen den Zweiten SG Flensburg-Handewitt mit 31:30 (13:13) durch und ist drei Spieltage vor Schluss nicht mehr einzuholen. Die ausverkaufte Arena erlebte ein packendes Spiel, in dem die Gastgeber lange einem Rückstand hinterherliefen. Für die Magdeburger ist es die vierte Meisterschaft seit der Wende nach 2001, 2022 und 2024. "Dass wir Deutscher Meister sind, ist verdient. Ob wir heute verdienter Sieger sind, da tue ich mir schwer. Wir hatten heute einen Rucksack mit uns herumgetragen. Mit einem 30:30 hätten wir heute gut leben können. Analysieren kann ich heute nicht", sagte ein überglücklicher und geschaffter Trainer des SC Magdeburg.Beide Keeper überragen in Halbzeit eins Die Ausgangslage war klar. Die Magdeburger lagen mit sieben Punkten vor Flensburg-Handewitt, bei noch vier ausstehenden Spielen. Mit einem Remis gegen den Tabellenzweiten hätte das Wiegert-Team bereits die deutsche Meisterschaft perfekt machen können. Die Rahmenbedingungen waren optimal, die Halle in Meisterlaune. Doch die Gäste, die zuletzt fünf Meisterschaftsspiele in Folge gewonnen hatten, wollten sich nicht so einfach geschlagen geben. Und sie hatten mit Benjamin Buric einen Keeper zwischen den Pfosten, der einen Sahnetag erwischte. Reihenweise ließ er die Magdeburger verzweifeln, parierte nicht nur zwei Siebenmeter, sondern auch einige freie Würfe von außen. Und so führten die Flensburger nach 20 Minuten mit 11:8. SCM-Coach Bennet Wiegert reagierte, stellte Matej Mandic ins Tor. Und plötzlich wackelten die Gäste, die bei einigen knappen Entscheidungen auch ein wenig Pech hatten. Acht Minuten konnte Mandic sein Tor sauber halten, der SCM führte nach einem 4:0-Lauf plötzlich mit 12:11 (27.). Flensburg erholte sich wieder und so ging es mit einem 13:13 in die Kabinen. Magdeburg wankt, aber fällt nicht Auch nach der Pause konnte sich Magdeburg nicht absetzen. Im Gegenteil, der SCM lief weiter einem Rückstand hinterher. Dann ergab sich beim 24:25 in der 48. Minute die Chance, die Partie zu drehen. Magdeburg war in doppelter Überzahl, kassierte da aber zwei Gegentore. Doch das Wiegert-Team gab nicht auf, auch wenn mittlerweile fünf Siebenmeter nicht untergebracht werden konnten. In der 55. Minute versuchte sich Philipp Weber, traf mit seiner ersten Aktion zum 27:28. Die zweite hatte er zwei Minuten später, als er den nächsten Siebenmeter zum 30:30 verwandelte. Flensburg fand nun keine Lücke mehr, es wurde dramatisch. Dann die Erlösung in letzter Sekunde, Balleroberung und der Siegtreffer durch Magnus Saugstrup in der letzten Sekunde. Danach brachen alle Dämme. Sportschau
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