Der Thomas & Uber Cup, das weltweit prestigeträchtigste Badminton-Mannschaftsturnier, hat schon einige große Überraschungen erlebt, wie zum Beispiel das Ausscheiden der indonesischen Herrenmannschaft in der Gruppenphase.
Nach drei Runden schied das indonesische Team in einem unglaublichen Szenario beim Thomas Cup aus – dem Herrenwettbewerb des Thomas & Uber Cup Badminton-Mannschaftsturniers.Der Thomas & Uber Cup ist die prestigeträchtigste Badminton-Mannschaftsmeisterschaft und findet alle zwei Jahre statt. Der Thomas Cup (benannt nach der Badmintonlegende George Thomas) repräsentiert die Herrenkonkurrenz, während der Uber Cup (benannt nach der Badmintonlegende Betty Uber) die Damenkonkurrenz repräsentiert. Mit 14 Titeln ist Indonesien die traditionsreichste Nation im Thomas Cup und übertrifft damit sowohl China (11 Titel) als auch Malaysia (5 Titel). In den letzten beiden Turnieren belegte Indonesien jeweils den zweiten Platz, was die beständige Leistung der indonesischen Spieler unterstreicht. Doch bei der diesjährigen Veranstaltung schied Indonesien bereits in der Gruppenphase aus, nachdem es in eine „Todesgruppe“ mit Thailand, Frankreich und Algerien gelost worden war. Algerien spielt eine untergeordnete Rolle, aber sowohl Thailand als auch Frankreich befinden sich in ihrer Blütezeit und verfügen über viele starke Spieler. Während Thailand mit Kunlavut Vitidsarn den Weltranglistenzweiten in seinen Reihen hat, sind gleich zwei französische Spieler unter den Top Ten vertreten: Christo Popov (Platz 4) und Alex Lanier (Platz 10). Auch Indonesien kann auf zwei große Stars zählen: Jonatan Christie (Platz 5) und Alwi Farhan (Platz 14). Im Spiel gegen Thailand gewann Indonesien dramatisch mit 3:2. Ein Mannschaftswettkampf besteht aus 3 Einzelspielen und 2 Doppelspielen. Das 3:2-Ergebnis lag tatsächlich unter den Erwartungen für das indonesische Team. Mit Ausnahme des ersten Einzelspiels (Christie gegen Kunlavut) galt Indonesien in allen übrigen Spielen als das stärkere Team. Doch dann sorgte Farhan für große Enttäuschung, als er gegen Teeraratsakul, die Nummer 26 der Weltrangliste, verlor. Diese Niederlage führte schließlich zum regelrechten Zusammenbruch Indonesiens. Alle drei starken Mannschaften, Thailand, Indonesien und Frankreich, gewannen überzeugend gegen Algerien mit 5:0. Thailand hatte jedoch vor der Niederlage gegen Indonesien bereits mit einem 4:1-Sieg gegen Frankreich beeindruckt. Und dann verlor Indonesien im entscheidenden Spiel überraschend mit 1:4 gegen Frankreich. Sowohl Christie als auch Farhan enttäuschten mit ihren schnellen Niederlagen gegen Popov und Lanier, während die Doppelspieler nur einen Satz gewinnen konnten. Am Ende der Gruppenphase hatte Indonesien dieselbe Bilanz von 2 Siegen und 1 Niederlage wie Thailand und Frankreich, lag aber aufgrund der ungünstigeren Tiebreak-Regeln in der Rangliste weiter unten. Das indonesische Badmintonteam gewann nur 9 Sätze, während Thailand 11 und Frankreich 10 Sätze für sich entscheiden konnten. Indonesiens Niederlage gilt als ein Paukenschlag in der Badmintonwelt. Denn sowohl im Einzel als auch im Doppel war das indonesische Badmintonteam auf Augenhöhe mit China und kämpfte regelmäßig um die Weltranglistenführung. QUELLE: HUY DANG
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