aktuell
Bis 30.12.2020 findet aufgrund der Corona-Situation keinerlei Trainings- und Übungsbetrieb, keine Kurs-
angebote, sowie kein Lauf- und Walkingtreff statt.
Die TV Sporthalle, der TV Sportpark, das TV Bistro "myClub", die gemeindliche Weberbornhalle, sowie das Hallenbad bleiben in diesem Zeitraum ge-
schlossen..
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Das Corona-Virus hat auch den "Cross on Edelweiss erreicht"
Die Entscheidung war bereits am 10.September gefallen. Die verantwortlichen Organisatoren des TV Goldbach hatten nach einem langen Für und Wider die 38. Auflage der läuferischen, neunwöchigen Kultveranstaltung „Cross on Edelweiss 2020/21“ abgesagt und bewiesen dabei - was sich auch Ende Oktober heraus-
stellte - einen guten Richer angesichts der zu erwartenden Entwicklung in der bevorstehenden Herbst-/Wintersaison.

Genehmigungen und Konzepte schützen nicht vor Corona-Viren
Die individuelle Frage ist aber auch, ob man in diesen Zeiten – abgesehen von der Schar der heuer wettkampfberaubten Dauerläufer/Ausdauersportler, die bereits ungeduldig an den Startlinien scharren, sowie der sich nähernden kalten Jahreszeit – überhaupt an Laufveranstaltungen teilnehmen will, denn mit gesundheitlichen Risiken für sich und andere ist das letztlich auch dann verbunden, selbst wenn die Events mit ausgeklügelten Hygienekonzepten und Abstandsregelungen von den zuständigen Ämtern, Behörden und Verbänden abgeknickt und deren Rahmenbedingungen inzwischen gelockert werden.

Bekanntes „Gesamt-Paket“ nicht umsetzbar
Das traditionsreiche Goldbacher Laufevent hat in den vier Jahrzehnten eine besondere Note entwickelt. In der Tat. Die familiäre Atmosphäre, die neunwöchige Veranstaltungsserie, der sonntäglich gesellige „apres Cross“ mit zusätzlichen „Schmanker`l-Terminen“, das vertraute Organisations- und Helferteam, welches nahezu ausnahmslos aus Vereinsmitgliedern (auch der „Silbernen Generation“) besteht, die großzügige Abschlussveranstaltung mit einer Vielzahl von Ehrungen, die unkomplizierten und spontan möglichen Tagesanmeldungen, der persönliche Empfang der Startunterlagen, die vorgelagerten Servicedays, der beliebte Smalltalk an der „Teebar“ nach dem Lauf, die moderaten Startgebühren, der mögliche Größenumtausch der Fishershirts, die persönliche Überreichung von Give-Aways, die Umkleide- und Duschmöglichkeiten in der vereinseigenen Sporthalle, der gewohnt freundschaftlich persönliche Kontakt unter den Teilnehmern als auch der Organisatoren und nicht zuletzt eine abwechslungsreiche Streckenführung gehören zu einem „Gesamtpaket“, welches auch überregionale Läufer/innen jeder Alters- und Leistungsklasse, Sonntag für Sonntag nach Goldbach reisen lässt.

Keinesfalls vergessen sind zudem aber auch die Gesund- und Fitnessbewussten mit einem weniger ausgeprägten Leistungsgedanken, darunter eine nicht unerhebliche Teilnehmeranzahl, welche diversen Risikogruppen zuzuordnen sind. Bei dieser Klientele zählt der „Goldbach-Cross“ mit einem Landschafts-Walk oder einer anspruchsvollen Wanderung zur willkommenen, sportlichen Abwechslung mit Ge-
selligkeitscharakter in der veranstaltungsarmen Jahreszeit.

„Und genau dieses Gesamtpaket ist es, das in der bekannten und beliebten Form unsererseits, heuer nicht aufrecht erhalten werden kann“, so ein sichtlich enttäuschter Günther Wenzel vom TV Organisationsteam.

„Kein Stein sitzt derzeit mehr auf dem Anderen“
In der Wintercross Führungsetage selbst „rauchten in den letzten Wochen gewaltig die Köpfe“. Getreu dem derzeitigen Motto: „Es ist nichts mehr so, wie es einmal war“, wurden neue Überlegungen angestellt, Innovationen überprüft, veranstaltungstech-
nische Herangehensweisen hin- und hergeschoben. So wurden auch erstmals seit Gründung der Serie mit externen Serviceunternehmen, die aufgrund der geplanten Startslots eine Nettozeitnahme ermöglichen, Gespräche geführt.
„Eigentlich bleibt kein Stein mehr auf dem anderen sitzen“, so das Kurzstatement eines Mitgliedes aus dem Orga-Team.

50%ige Reduzierung der Teilnehmerzahlen
Selbst ein wohldurchdachtes Hygiene- und Abstandskonzept welches u.a. zeitlich versetzte Blockstarts von je 15 Läufern/innen vorsieht, um die „Läuferschlange“ auf der Goldbacher Crosslauf-Piste auseinanderzuziehen liegt auf dem Tisch, wäre aber letztlich ausschließlich von der Disziplin und Akzeptanz aller Beteiligten abhängig.
Und dies zudem bei einer umfangreichen Deckelung bis zum 50% der sonntäglichen Teilnehmerzahlen aus den Vorjahren und der damit verbundenen Gewissheit, dass nicht mehr für alle Interessenten ihr traditionell, jahrelanger Start als Läufer, Walker oder Wanderer beim Wintercross gewährleistet sein wird.

„Charme“ der Veranstaltung geht verloren
Das vorliegende Konzept beinhaltete auch weitere einschneidende Einschränkungen seitens der Organisation, welche zwar in der aktuellen Corona Situation zweifelsohne bei der Läufer-/ und Walkerfamilie Verständnis hervorrufen dürfte, doch dem eigent-
lichen „Charme“ des „Cross on Edelweiss“ und seiner langjährigen treuen Anhänger-
schaft nicht mehr gerecht würde.

Absage zur abgespeckten Veranstaltung
„Eine abgespeckte Winterlaufserie, nur der Veranstaltung zu liebe, war für uns letztlich unter Berücksichtigung aller Faktoren keine Option“, so der 1.Vorsitzende Johannes Zenglein, „auch wenn eine solche Entscheidung nicht zuletzt aufgrund der Historie mehr als schmerzlich ist.“

Gesundheit hat oberste Priorität
Und in einem weiteren Punkt blasen inzwischen alle TV Verantwortlichen - auch wenn dies „hausbacken“ klingen mag - gemeinsam in ein Horn.
Bei einer Pandemie geht es nicht nur darum, sich, sondern auch andere zu schützen und das kann, ungeachtet einem ausgearbeitetem Hygienekonzept und unter Berück-
sichtigung der lokalen Infrastruktur im Umfeld der Goldbacher Edelweißkapelle bei der – trotz Reduktion - zu erwartenden Teilnehmerzahl eigentlich nicht gewährleistet
werden.
Die Gesundheit aller Teilnehmer, sowie unserer Helferinnen und Helfer hat für uns, ohne Wenn und Aber oberste Priorität, auch wenn die Akzeptanz zur Absage der Veranstaltung nicht überall auf fruchtbaren Boden fallen wird“, so die unmissver-
ständliche Aussage der Wintercross Verantwortlichen.

Günther Wenzel ergänzte: “Mit ablehnenden Meinungen oder negativen Reaktionen über die Veranstaltungsabsage ist für uns weitaus geschmeidiger umzugehen, als mit einer mögliche Kommunikation über einen Coronavorfall, welcher mit unserem „Cross on Edelweiss“ direkt in Verbindung gebracht würde. Selbst wenn wir in einer derartigen Situation auf die eingereichten und genehmigten Konzepte verweisen könnten, wäre unsere Kultveranstaltung und insbesondere das Organisationsteam dennoch mit dem Makel konfrontiert, gesundheitliche, nicht kalkulierbare Risiken in Kauf genommen zu haben. Wir alle wissen nicht was die nächsten Wochen und Monate bringen werden. Aber selbst als Laien können wir derzeit wohl ein-
schätzen, dass in unserer winterlichen Veranstaltungsphase von November bis Januar der „Corona-Spuk“ (noch) nicht vorbei ist und wir uns keinesfalls an einer "terminlichen Pokerrunde" beteiligen.

So verbleibt nicht nur für alle Beteiligten eine frühzeitige Klarheit und für uns selbst, letztlich die Hoffnung, dass unsere Teilnehmer/innen, Helfer/innen und last but not least unsere Sponsoren Verständnis aufbringen und uns auch zukünftig die Treue halten.“

Die Hoffnung stirbt zuletzt
Auch beim Vorsitzenden Johannes Zenglein ist Optimismus angesagt, dass am 07.11.2021, der Goldbacher „Cross on Edelweiss“ (hoffentlich) zum Premierenlauf der 38.Auflage einladen kann und vieles wieder in bekannter Art und Weise abläuft, wenngleich beim TV-Chef bereits heute dabei der „Wunsch Vaters der Gedanken“ ist, doch seine optimistische Aussage: „Wir kommen wieder“ eine baldmögliche Fort-
setzung der läuferischen Kultveranstaltung - nach der „coronabedingten Zwangs-
pause“ - um die Edelweißkapelle erwarten lässt.

Links zu dem Winter-Cross Impressionen des MAIN-ECHOs:
1.Lauf am vom 03.11.2019
2.Lauf am vom 10.11.2019
3.Lauf am vom 17.11.2019
4.Lauf am vom 24.11.2019
5.Lauf am vom 01.12.2019
6.Lauf am vom 08.11.2019
7.Lauf am vom 05.01.2020
8.Lauf am vom 12.01.2020
9.Lauf am vom 19.01.2020