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Laufsport
Timo bei den „Britten“
Wir befinden uns im Jahre MMXXI. In ganz Germanien sind wegen eines kleinen Virus die Kampfbahnen geschlossen und die wackeren Läufer dürfen sich nicht auf Turnieren messen.

Ganz Germanien? Nein!
Das wackere Volk der Saarlandiner im Westen des Reiches trotzt den Beschränkungen und lädt die mächtigsten Streiter Germaniens und ferner und naher Provinzen zum Turnier.

Häuptling Hendrik vom Stamme der Hartfüssler und seine Mannen sind seit Jahren für die Austragung von ausgefeilten und höchst anspruchsvollen Langdistanz Märschen (in der örtlichen Umgangssprache „Trääl" genannt) bekannt.

Und auch in diesem Jahr hatte sich Hendrik etwas neues einfallen lassen. Das „Träälfest“! Das Lager wurde aufgeschlagen am See in Losheim von wo aus es galt, in großen Bögen das Gebiet der Saarlandiner zu durchschreiten

Durchschreiten war übrigens die vorherrschende Fortbewegung. Laufen war aufgrund des von dem Stamme der Hartfüssler gewählten Marschprofils nicht immer richtig gut möglich. Gleichzeitig versuchte man den Willen der Sportler mit furchteinflößend Bezeichnungen der zu überschreitenden Berge zu brechen: Bärenfels, Schlangenfels, Adlerfels und Teufelsfels. Jeder einzelne dieser teils heftigen Anstiege glich einer Hinkelstein-Manufaktur. Bei der aber keiner nach getaner Arbeit aufgeräumt hatte. Insgesamt mußten auf den 256 Stadien langen T 45 Trääl über 3800 Ellen an Aufstieg überwunden werden. (1 Stadien = 185m , 1 Elle = 0,45m) Die härtesten Kämpfer wurden auf den 416 Stadien langen cursus T 75 geschickt.

Aber auch dort wo die Anstiege eher flach waren oder in Abwärtspassagen wurde den Athleten alles abverlangt. Schmale Wurzelpfade, Geröllpassagen, glitschige Bachquerungen, Morast und Dornen hatten die Hartfüssler eingebaut. Perfide waren und die Verlockungen an den wenigen Raststationen. Neben allerlei Süßem und Salzigem gab es dort auch Cervisia, welches die Saarlandiner über den Limes aus dem benachbarten Bitbonum herangeschafft hatten. Vor allem zum Ende des Marsches war es schwer dieser Verlockung zu widerstehen.

Hatten die Hartfüssler dort doch noch ein Rastlager in Britten aufgeschlagen, wo es sich gut aushalten lies. Und nach zwei Kelchen des kühlen Getränkes konnten ein die letzten Hügel nichts mehr anhaben.

Beim Einmarsch in das Castrum Losheim wurde man dann mit allen Ehren und nach Art des Stammes der Saarlandiner mit kühlen Cervisia empfangen.

Alles in allen haben hier die Hartfüssler sich wieder ein Spectaculum ausgedacht, das Potenzial hat, in die Geschichtsbücher einzugehen

Auszug aus der Ergebnisliste 45 km
Schreck, Timo 33.Platz 6:05:31 Std Nettozeit. Men