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Ausdauersport
Michael Streit: Vom Zieleinlauf in Nizza an den heimischen Schreitisch
Bonjour, bei der diesjährigen Ironman Weltmeisterschaft sagte man Bonjour und nicht Aloha.

Bericht unseres IRONMAN Michael Streit

In Nizza wurde 1982 Europas erster Lang-
distanz-Triathlon und am 10.09.2023 erstmals die Ironman WM der Männer ausgetragen.
Die Frauen haben ihr Weltmeisterschaftsrennen am 14.10. auf Kona/Hawaii.

Die eingefleischten Triathlonfans werden wissen, dass die Frauen und Männer bis 2026 die WM abwechselnd in Nizza und Kona austragen werden.

Der "Frankurter" Slot
Vorranging haben glückliche Umstände dafür gesorgt, dass ich mich bei meinem ersten Ironman, in Frankfurt, am 02.07. für die WM in Nizza am 10.09. qualifiziert habe, aber ich war mit meiner sportlichen Leistung und der Zielzeit in 11:58:31 sehr zufrieden.

Der Reiz einer WM ...
Eigentlich war der Plan am 07.07.2024 in Roth die nächste Langdistanz zu machen, aber die Teilnahme und das Erlebnis "Ironman World Championship" hat mich schon gereizt.

Slot - Startzusage - Kreditkarte
Nach einem kurzen Anruf - direkt von der Slotvergabe - bei Claudia sagte ich zu und zückte die Kreditkarte um das Startgeld zu bezahlen.

Claudia´s finales o.k.
Das Telefonat war seht kurz: Auf meine Frage "Ich kann zur WM, was soll ich machen", sagte sie sofort "Sag zu klar das machen Wir".

Fragen über Fragen
Als ich den Startplatz für Nizza angenommen hatte, wusste ich weder das Datum, noch das im Meer geschwommen wird und mir auch nicht bewusst, dass die Radstrecke 2.400 Höhenmeter hat.

Urlaub gecancelt
Neben der Planung des Trainings musste jetzt auch mit der Planung der Reise nach Nizza begonnen werden. Der geplante Urlaub im September/Oktober nach Albanien wurde gecancelt und die Suche nach einer Unterkunft in Nizza hat direkt am Tag nach der Slotvergabe begonnen.
Es war schnell klar, dass wir unser Basislager bereits eine Woche vor dem Wettkampftag auf einem Campingplatz in Nizza aufschlagen werden.

"Papa, Ich komme mit"
Mein Sohn Fabrice sagte nach der Slotvergabe, "Papa, da komme ich mit" und Gabriela und Dirk von Eintracht Fankfurt Triathlon, mit denen wir schon einige Triathlon Camps auf Mallorca gemacht haben, waren auch gleich Feuer und Flamme und sagten, dass sie mitkommen und mich vor Ort unterstützen werden.
Super dachte ich mir, dass wird vor Ort sicherlich großartig, mit so viel Unterstützung.

Das Basis-Lager
Am 03.09. haben wir das Basislager in Nizza aufgeschlagen, um in den verbleibenden Tagen bis zum Rennen, die Radstrecken zu checken und an meiner Meer-Phobie zu arbeiten.

Die Entscheidung
Das Abfahren der Radstrecke mit dem Zeitrad brachte mir die Erkenntnis, dass ich im Rennen das Rennrad und nicht das Zeitrad nehmen werde, obwohl ich es zu Hause für die sehr profilierte Strecke umgebaut hatte, d.h. die Übersetzung war exakt wie auf dem Rennrad.
Auf den anspruchsvollen Abfahrten fühlt ich mich mit dem Rennrad sicherer.

Die Überzeugung
Ich war davon überzeugt, mit der Rennrad auf den Abfahrten viele andere Teilnehmer zu überholen.

Meine Meeres-Phobie
Nachdem die Entscheidung, mit welchem Rad ich starten werde getroffen war konnte ich dem ganz großen Schreckenszenario "Meer-Phobie" annehmen.

Die "Therapiestunde"
In der ersten "Therapiestunde" hat Claudia mir gut zugeredet und sie hat mich sogar überzeugen können, weiter als bis zur Hüfte ins Wasser zu gehen und ein paar Meter mit dem Kopf über dem Wasser Brust zu schwimmen.

Eine Fata Morgana ?
Vom Strand zurück wollte ich zur Dusche gehen, als plötzlich eine Frau und ein Mann um die Ecke kamen, die wie Katja und Volker aussahen, sie sahen ihnen wirklich sehr ähnlich, aber sie konnten es ja nicht sein.

Das sind sie wirklich
Es dauerte ein paar Sekunden bis mir mein Hirn sagte, das sind sie wirklich, wahnsinn.

Ohne Phobie und ohne Neo Frankfurt getoppt
Dank der täglichen gemeinsamen Schwimmeinheiten mit allen mitgereisten Unterstützern, habe ich meine Phobie im Meer zu schwimmen sehr schnell überwunden und im Rennen eine bessere Schwimmzeit geschafft, als bei der Quali in Frankfurt und das auch noch ohne Neo.

Der Renntag kam näher und ca. 12 Stunden vor dem Start fühlt ich erstmals aufkommende Nervosität.

RACEDAY: Um 4:00 klingelte der Wecker und um 5:30 holten Katja & Volker mich mit dem Auto am Campingplatz ab und fuhren mich zum Schwimmstart.
VIP-Service wie bei den Profis.

Das gestiegene WM-Feeling
Dass Neoverbot war, hat mich sogar ein bisschen gefreut, da auf Hawaii ja ohne Neo geschwommen wird und damit das WM-Feeling bei mir noch gestiegen ist.

Körperkontakt ? Völlig normal !
Das Schwimmen selbst war sehr intensiv. Nach 100m hatte mir jemand das linke Brillenglas runtergehauen, aber ich habe das reingelaufene Salzwasser erst einmal drinnen gelassen.

Wer hatte da "Phobie" gesagt ?
Bei 1.000m habe ich einen so heftigen Tritt ins Gesicht bekommen, dass nun auch das rechte Brillenglas vollständig vollgelaufen war. Mein Tempo war trotzdem gut und meine Angst vor dem Meer, war seit dem ersten Schwimmzug im Rennen nicht vorhanden.

Schneller als in Frankfurt
Die Schwimmzeit, war wie bereits gesagt mit 1:18:14 gut eine Minute schneller als in Frankfurt und damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Durchkommen war angesagt
Beim Radfahren wollte ich "einfach" nur durchkommen und ich wusste das ich auf den Abfahrten Plätze und Zeit gutmachen werde.

Optik vs Höhenmeter
Die Höhenmeter wollten kein Ende nehmen, aber die großartige Landschaft hat einen für die Anstrengung entschädigt.

Medizinische Hochkonjunktur
An den Verpflegungsstellen lagen häufig erschöpfte Teilnehmer, die vom Krankwagen abgeholt werden mussten, aber Stürze gab es dafür nicht so viele, wie ich befürchtet hatte.

Streckenkenntis zahlte sich aus
Für mich war es von Vorteil, dass ich einen Großteil der Strecke bereits kannte.

Der Überholvorgang
Auf der letzten ca 30 km langen, steilen und kurvigen Abfahrt wusste ich genau wie ich fahren muss.
Ich habe sicherlich über 50 Fahrer überholt und wurde selbst nur einmal überholt.

Vorfreude auf das Laufen
Mit meiner Radzeit von 7:12:36 war ich nicht ganz zufrieden, aber ich war wieder unfallfrei in Nizza an der Promenade zurück und freute mich auf das Laufen bei heißen sommerlichen Temperaturen, denn für das Laufen fühlte ich mich am besten vorbereitet.

Magenkrämpfe
Auf dem Rad hatte ich schon leichte Magenkrämpfe, welche auch auf den ersten Kilometern der Laufstrecke nicht weggingen.

Pulskontrolle
Wie in Frankfurt auch, wollte ich kontrolliert nach Puls loslaufen. Mein Plan war eine Pace von 6min/Km, aber nur wenn der Puls ca. 140 ist.

Die "glückliche" Hochrechnung Ich lief mit 5:50 los und der Puls blieb bei 140, ich konnte mein Glück kaum fassen und begann sofort meine Zeit auf 42 km hochzurechnen.

Bei KM 5 war der Plan "eingetütet"
Ab km 5 war der Plan geschmiedet. Mein korrigiertes Ziel war den Marathon unter 4 Stunden zu laufen.

Der längste Streckenabschnitt des Tages
Die letzten 2,5km waren der anstrengendste Part des ganzen Tages, aber ich hatte mein Ziel erreicht. Marathon in 3:57:39.

Michael - Mikel - Mike - Michel...
Die Unterstützung durch die Zuschauer war großartig, es gab keine 50 m ohne dass man seinen nicht Namen zugerufen bekommen hat.

Großartiger Fan-Club
Neben den Zuschauern hatte ich aber ja auch noch meine eigenen Fans dabei, die mich ab morgens beim Schwimmstart bis zur Zielankunft in TV Goldbach Trikots und der schwenkenden Fahne angefeuert haben.

Alle die mit mir in Nizza bei der Ironman World Championship waren, werden das Erlebnis und die tolle Zeit vor Ort sicherlich lange in Erinnerung behalten.

DANKE Danke für Eure Unterstützung vor Ort und die Anteilnahme und das Interesse in der WhatsApp-Gruppe.

Salut
Michael

Andre "Paul" Dwehus und Jan Frodeno am Mikrofon
Originaltöne aus Nizza
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